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61

Montag, 29. August 2011, 21:16

Dieser Thread ist das reinste Déjà-Vu Erlebnis.
Vor 10 Jahren gab es schon haargenau das selbe gerede von dem ach so schlechten Mainstyle der am besten abgeschafft gehört.
Von den Dj's die immer schlechter werden weil sie sich anpassen.
Von den kleinen Clubbern die keine Ahnung von der Musik haben.
Alles genau gleich, hat sich scheinbar rein gar nix geändert. Außer das es jetzt wohl die Leute sind die durch den damaligen schlechten Mainstyle überhaupt erst zu der Musik gekommen sind. Hätte sich also dieser absurde Gedanke damals durchgesetzt würden wohl viele hier heute den Wendler hören und das Board hieße wohl ganz anders :D (Weil hier sonst nix los wäre).
Der Mainstyle sorgt dafür das die Szene nicht ausstirbt, das Menschen die Musik lieben lernen. Und Menschen lieben unterschiedlich aber nicht geringer. Manche entwickeln sich weiter, wollen neues kennenlernen. Manche sind mit dem zufrieden was sie haben und kennen. Die Einen feiern gern auf nem riesen Event mit 500.000 anderen Leuten. Die Anderen lieber in nem kleinen Keller mit 5 anderen Leuten. Das macht noch niemanden besser oder schlechter. Und wenn jemand mal beim anderen reinschnuppern möchte sollte man das als bereicherung ansehen und nicht gleich als gefahr. Am Ende wird sowieso jeder da landen wo er sich am wohlsten fühlt. Im Grunde wollen doch alle das gleiche. Immerhin entstehen solche Diskussionen nicht weil uns die Musik egal ist. Also gibt es da doch eine Gemeinsamkeit auf die wir uns berufen könnten statt zwanghaft nach den kleinen Unterschieden zu suchen. Für die Menschen die unsere Musik nicht hören sind wir eh eine Szene und für die die noch genauer hinsehen auch noch eine die sich irgendwo lächerlich macht indem sie dies nicht wahrhaben will. Wenn hier jemand ne Party postet die mich nicht interessiert, dann geh ich nicht hin, aber ich wünsche denen die hingehen und sich drauf freuen (wie ich mich auf meine Partys freue) eine Menge Spass. Denn es beweist das unsere Szene in all ihren verschiedenen und bunten Facetten noch lebt. Das es uns noch gibt!
Wenn ich dann lesen muß das diese und jene Leute nichts auf dieser oder jenen Party verloren haben...ja dann erinnert mich das u.a. daran das Schwarze früher nicht in ein "weißes" Lokal gehen durften. Krasses Beispiel für die menschlichen Vorurteile und dummen ängste die in veränderter Form noch heute in den unterschiedlichsten Bereichen zu finden sind. Und verdammt noch mal in unserer Szene sollte das mal anders sein!!! Aber das wissen die meisten hier wahrscheinlich nicht weil sie erst so spät dazugekommen sind. :badgrin:
So. Punkt. Evil Vibes - ende & out.
Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt ist ein Mensch.
Erich Kästner


Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stehts mit Geräusch verbunden.
Wilhelm Busch

Ekpyrosis

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62

Dienstag, 30. August 2011, 18:51

Sehr schöner Beitrag, aber er nennt auch gleich den springenden Punkt:

Zitat

Am Ende wird sowieso jeder da landen wo er sich am wohlsten fühlt.

Und genau dagegen bin ich.

Mir geht es um die Musik, weniger um Szenen. Viele, die meinen Musikgeschmack teilen, gehen mir komplett am Arsch vorbei. Ich glaube nicht an Szenen, weder an eine große *core-Szene, noch an kleine Speedcore-, Gabba-, Newstyle- etc. Szenen. Dieser doofe Szenegedanke und Dahingehn, wo man sich wohl fühlt, das macht nämlich alles kaputt.

Mir geht es um die Musik, weniger um Menschen, und die Musik wird von den Wohlfühlern zumindest negativ beeinflußt, die suchen nämlich nicht nach Kunst, sondern nach einer sozialen Bezugsgruppe; und in dem Moment, wo diese Suche vordergründig wird, entwickelt sich auch ein Sound, so beliebig und belanglos, als man es dem Publikum irgend zumuten kann, gemeinschaftsstiftend soll er sein, das geht natürlich nicht, wenn man zu kontrovers ist oder gegen szenetypische Konventionen verstößt. Kreativität und Kunstfertigkeit treten dabei zwangsläufig in den Hintergrund, es entsteht eine Art Musik, die man wohl nur dann ernst nehmen kann, wenn man sich zugehörig fühlt, die mit dem Zugehörigkeitsgefühl als Ziel feiern drauf ab und die, denen es eigentlich um die Musik ging, werden ihrer Clubs, ihrer Parties, ihrer Freude beraubt.

Natürlich ist das jetzt extrem überspitzt ausgedruckt und kommt in dieser Reinform so wohl nicht vor, ist jedoch partiell in jedem von uns vertreten. Aber ich wollte mal den Versuch einer Erklärung dieser Szenenkonflikte unternehmen. Vielleicht habt Ihr ja auch schon ähnliches beobachtet. oder gegenteiliges, dann widersprecht mir. ;)
"Damit es Kunst giebt, damit es irgend ein ästhetisches Thun und Schauen giebt, dazu ist eine physiologische Vorbedingung unumgänglich: der Rausch."

63

Dienstag, 30. August 2011, 18:55

Nun ja ich kann dir da nicht in allen Punkten zustimmen. Mainstyle sorgt dafür das die Mainszene nicht ausstirbt, das stimmt. Der Core von früher war eben anders, der Sound war "besser" heute ist alles raviger. Aber der Unterschied liegt doch gerade darin das der eine auf ein "Megarave" gehen will und der andere das kleine interessante Kellerdrecksloch bevorzugt. Von den Menschen an sich rede ich nicht, ich habe Respekt vor jedem Individuum, das schutza ber nicht davpr das man die Musik kritisieren darf/kann.

Ist nicht gerade das Wir-Gefühl oder die Gemeinsamketi ausschlaggebend, ich denke das auf einem Riesen Event das persönliche eher untergeht.

Zu deinem Beispiel: "Ich will nicht das einige Leute auf Partys gehen...." Ich möchte nicht auf einer Tanzfläche mit nem Nazi stehen.

Szene...

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